5 Tage früher erschienen...

... aber noch nicht im Buchhandel. Die Autorin Ana Alon präsentierte dennoch ihre romanhaften Historiografie DIE SAGA ELOAH, ein wahrlich superinteressantes Buch, in den Räumlichkeiten eines Hotels in Schöneberg am Nollendorfplatz. Und - sage und schreibe - rund 150 Personen folgten ihrer Einladung, die sie u.a. mit dem kurzen Hinweis eröffnete, indem sie kundtat, dass der historische Rahmen gut recherchiert sei und die Lücken in der Überlieferung durch fiktive Handlungen, Dialoge und Charaktere gefüllt wurden. Ihre Geschichte aus der Sicht einer Saga wird von fiktiven oder realen Personen der Überlieferung religiöser Schriften erlebt, was eine stärkere emotionale Bindung ermöglichte. Zehn ihrer mitgebrachten Exemplare fanden sofort Abnehmer, im Rahmen interessanter Diskussionen (auch Vertreter der protest. Kirche und Muslime waren anwesend) konnte sie eine Menge weiterer Bestellungen notieren. Im  Vorfeld der Literaturtage in München hatte sie damit  für Interesse gesorgt, musste aber schon hier in Berlin nicht wenige anthologische Epochen aus ihrem Buch verteidigen, insbesondere die sehr heftig umstrittenden Parts zwischen Eloah, dem allmächtigen Gott und dem Gegenspieler Samael, der laut Bibel als gefallener Engel zum Lucifer wird und einen mächtigen Kampf gegen seinen ehemals göttlichen Herrn aufzurufen versteht.

DIE SAGA ELOAH wird - so gab sie bekannt - in zwei Verlagsversionen als gebundenes Buch erscheinen:
Die Essay-Edition nur für bestimmte Institutionen und Bibliotheken mit der ISBN 9783981996692
und
die Verlagsedition für den allgemeinen Buchhandel mit der ISBN 9789403880105. Beide Versionen gibt es auf ihrer Website als Autorin.

 

Eine Buchhandlung in Hongkong!

Die Rückkehr des Staunens

Als sich mein Frankfurter Rundgang durch die Messe Art Fair seinem Ende entgegen neigte, spürte ich den Bogen vollendeter Geschichte. Dunkelheit zu Wunder, Schrecken zu Hoffnung, und all das in einer Landschaft der Imagination: kollektive Bilder-Märchen, geschrieben, fotografiert und collagiert von vielen Händen.

Darin liegt die eigentliche Magie, sich daran zu erinnern, dass die Kulturen zwar verschieden, Träume jedoch unser gemeinsames Gut sind. Kunst wie im Märchen kehren wir zu derselben Wahrheit zurück, da das Persönliche oft kinderverspielt einfach ist, zum Nachdenken anregt und dass imaginäre Monster oft weit weniger furchteinflößend sind, als die wirklichen im gelebten, realen Umfeld.

In kleiner Umgebung fand ich auch bekannte Kleinigkeiten, im Kunstfeld schlicht als Miniature-Art abgetan, von den Autoren Ana und Berni. Nichts Besonderes, dennoch ein kleiner Galerie-Hingucker, der keinen Art-Anspruch erhebt, jedoch im Stil eine fotografische, kleine Malkunst mit Collageneffekte darstellt. 

_Janine Atzert_11/25_             kingbrushes.com

 

 

Buchmesse Bad Camberg 2025

ES WAR WIEDER GROSSARTIG!

Am Samstag, 20.9.2025 eröffneten in Bad Camberg Bürgermeister Daniel Rühl und der Vorsitzende vom Autorentreff e.V. Karl-Heinz Harpf die 2.Buchmesse im Kurstädtchen. Karl-Heinz Harpf bedankte sich beim Bürgermeister insbesondere dahingehend, dass der Verein Autorentreff e.V. eine solche Buchmesse nicht veranstalten könne, würde hierbei nicht die Stadt Bad Camberg hilfreich zur Seite stehen. Im Gegenzug richtete der Bürgermeister Danksagungen an die Organisatoren dieser Messe, die ganz im Sinne der Stadt Bad Camberg ist. Hierzu überreichte er dem Vorsitzenden eine Anerkennung in Form finanzieller Unterstützung für weitere Vorhaben. Wie vor zwei Jahren hatte die Buchmesse einiges zu bieten und zog auch dementsprechend viele Besucher an. Neben den höchst interessanten Büchern mit vielen Neuerscheinungen der Verlags- und Autorenaussteller, zeigte der Veranstaltungsplan dieser Messe auch interessante Buchvorstellungen durch Lesungen, die oft gleichzeitig in 2 verschiedenen Räumen vorgetragen wurden. Dabei kamen folgende Autorinnen und Autoren zur Erinnerung an alle interessierte Teilnehmer zum Einsatz:

Esther Schmidt mit "Hadesohn", eine Urban-Fantasy;
Heike Wempen-Dany mit "Sankt Magdalena", einem Krimi;
Susanne Concha Emmerich mit "36 Ansichten aus Japan", einem Reisebericht;
Dieter Aurass mit seinem Ägypten-Thriller "Das Nofretete-Komplott" und mit "Der Gebote-Killer", einem sich in Koblenz abspielenden Thriller;
Bettina Engel-Wehner mit "Panta Rhei", 'Alles fließt', einem Gedichte-Essay;
Manuela Lowak 
"Silberrücken - oder: Endlich frei", ein emotionaler Roadtrip;
Conny Albers mit "Der Schatz liegt in Dir - Krisen bewältigen", einem seelischen Ratgeber;
Michelle Müller-Nagy, "Trauma-Schatten der Vergangenheit", einem Psychothriller.

Diesem Samstagsprogramm schlossen sich die Sonntagsvorlesungen an:

Friedhelm Welge; Gedichte zu Skulpturen eines Bildhauers, ein sehr interessanter Beitrag;
das neue Werk "Tod und Truzek" von Simon Sterz, 
4 Frauenschicksale stehen im Kernthema;
Marco Theiss, "Motherroad" ein Horror-Drama Route 66;
Hajo Gellhaus, Neuvorstellung Krimi aus dem Taunus, "Von wegen Indizien";

Christina Stupp, "Das Versprechen", über die Realität von  Teenagerträumen;
Katrik Fink mit einem herzergreifenden Ratgeber über Demenz, "Komm' in meine Welt!";
Dominik Starck "Letzte Schlagzeile", ein Krimi um einen Medienmogul;
Jutta Hajek "Siehst Du die Grenzen nicht, können sie Dich nicht aufhalten", ein Sachbuch, welches sich am Beispiel einer blinden Familie orientiert.

Nebenher veranstaltete der Autorentreff ein buntes Kinderprogramm mit Lesen, Basteln und Zuhören. 

Das Kennenlernen (oft ein erneutes Wiedersehen!) füllte einige Stunden an Diskussionen, aber auch im Bereich der literarischen Kundschaft, die über so manches Buchwerk Auskünfte einholte und an den rund 40 Ständen ihre Info bekam. Eine Veranstaltung, die nach Wiederholung in gut 2 Jahren ruft ...

__________Janine Atzert_________09/25